Monoposto

Ein Monoposto ist ein italienischer Einsitzer der heute auch oft ein Single-Seater genannt wird. Es ist ein Rennwagen mit einem in der Wagenmitte angeordneten Sitz. Es handelt sich dabei in der Regel um die so genannten Formel-Rennwagen. Die Homologation fordert in vielen Rennklassen mehr Sitze, obwohl ein Zusatzsitz nur noch bei Ralleys besetzt wird. Die größten Freiheiten für Einsitzer sieht die Fédération Internationale de l’Automobile in ihrer Formule Libre oder Free Formula vor. Sie schränkt die Karosserie kaum ein und sie wird von den zweisitzigen Rennwagen abgegrenzt, die sie Sportwagen nennen.

Ein Monoposto hat im Jahr 1911 auf dem Indianapolis Motor Speedway (das inzwischen als Indianapolis 500 ein Begriff ist ) gegen 39 mehrsiztige Rennwagen gewonnen. Ray Harroun – sein Konstrukteur, hatte statt eines Beifahrers einen Rückspiegel vorgesehen. Sein Marmon Wasp hatte durch diese Idee eine bessere Aerodynamik und weniger Masse. Von noch beeindruckender Aerodynamik war der Monoposto im Jahr 1913 von Peugeot mit DOHC, Trockensumpfschmierung und Steuerkette. Die Monopostos behielten für einige Jahrzehnte eine hohe schmale Karosserie. Dies aber hat sich mit der Abkehr vom schmalen Leiterrahmen geändert. Einen relativ breiten Gitterrahmen brachte der Mercedes-Benz W 196 mit. Es wurden verschiedene Karosserien, je nach Rundkurs, mit oder ohne Kotflüger gefahren. Die Höchstgeschwindigkeit stieg mit dem aerodynamisch geformten Kotflügel. Der Fahrer kann ohne den Kotflügel das Vorderrad in Kurven am Straßenrand sehen.

Solchen Aufwand unterband man, als Mercedes-Benz nach der zweiten Saison und dem zweiten Weltmeistertitel wieder aus der Formel 1 ausstieg. In den meisten Rennklassen für Monopostos muss seitdem ohne Radabdeckung gefahren werden. Um den aerodynamischen Nachteil zu mindern, entwickelte sich in den späteren Jahren ein reger Wettbewerb. Dieser führte sogar zu Monopostos mit sechs Rädern.

Im Jahr 1990 wurde eine neue Epoche der Aerodynamik mit dem Monoposto Tyrrell 019 von Harvey Postlethwaite und Jean-Claude Migeot eingeleitet, indem sie die Front des Monocoques angehoben haben, um so die verdrängte Luft unter dem Fahrzeug zu führen. Auch bei Sportwagenrennen ist inzwischen diese Formgebung zu sehen.